Laborantin mit roter Flüssigkeit

Analytische Methoden

Allgemeine Anmerkungen

Diese Methode beschreibt die Bestimmung der Wasserstoffperoxid-Konzentration in einer wässrigen Lösung. Wir empfehlen, jede Probe mindestens zweimal zu verarbeiten.

Verfahrensweise

Geben sie etwa 50 ml 5 N Schwefelsäure (H2O2SO4, 2,5 mol/l) in einen Kolben und fügen Sie eine genau abgewogene Probe der H2O2 enthaltenden Lösung hinzu. Verwenden Sie eine Analysenwaage (vier Dezimalstellen). Eine Spritze kann verwendet werden, um die H2O2-Probe hinzu zu geben. In diesem Fall muss die Spritze vor der Verwendung sorgfältig gespült werden. Berechnen Sie die Menge durch jeweiliges Wiegen der gefüllten Spritze vor und nach dem Hinzugeben weniger Tropfen in den Kolben.

Bei allen Verwahren sollte ausschließlich entionisiertes oder destilliertes Wasser verwendet werden.

Titrieren Sie die Probe bei kräftigem Durchmischen mit 0,25 N Kaliumpermanganat-Lösung (0,05 mol/l). Wenn Sie eine visuelle/manuelle Titration durchführen, titrieren Sie, bis zeitweilig eine blassrosane Färbung besteht. Bei Verwendung einer automatischen Titrations-Ausstattung kann der Endpunkt potentiometrisch mithilfe einer Redox-Elektrode bestimmt werden.

Hinweis: Kaliumpermanganat-Lösungen müssen regelmäßig standardisiert werden.

Kalkulation

Der Wasserstoffperoxid-Anteil in der Lösung wird wie folgt berechnet:  

                      ml of consumed KMnO4 solution 0.05 mol/l x 0.42517
% H2O2 = -------------------------------------------------------------
                      sample weight [g]

Das Ergebnis liefert die Wasserstoffperoxid-Konzentration in der Lösung ausgedrückt in Gewichtsprozent (g H2O2/100 g Lösung)

Diese Methode beschreibt die Bestimmung der Wasserstoffperoxid-Konzentration in einer wässrigen Lösung. Wir empfehlen, jede Probe mindestens zweimal zu verarbeiten.

 

Allgemeine Anmerkungen

Diese Methode beschreibt die Bestimmung der Wasserstoffperoxid-Stabilität in einer wässrigen Lösung. Eine Wasserstoffperoxid-Probe wird 16 Stunden lang bei 96 °C gelagert. Diese Behandlung führt zu einem bestimmten Verlust an Wasserstoffperoxid-Gehalt. Der prozentuale Anteilsverlust liefert die Zersetzungsrate der Probe.

Eine saubere Ausstattung und ein sauberer Arbeitsplatz sowie eine hohe Reinheit der Reagenzien sind für diese Analysemethode unerlässlich. Der verwendete Kolben sollte ausschließlich für dieses Verfahren vorgesehen werden. Anderenfalls könnten die erhaltenen Resultate unzuverlässig sein. Wir empfehlen, jede Probe mindestens zweimal zu verarbeiten.

Der H2O2-Anteil vor und nach der Behandlung wird mithilfe von Kaliumpermanganat in einem sauren Medium analysiert.
Eine saubere Ausstattung und ein sauberer Arbeitsplatz sowie eine hohe Reinheit der Reagenzien sind für diese Analysemethode unerlässlich. Der verwendete Kolben sollte ausschließlich für dieses Verfahren vorgesehen werden. Anderenfalls könnten die erhaltenen Resultate unzuverlässig sein. Wir empfehlen, jede Probe mindestens zweimal zu verarbeiten.

Verfahrensweise

Jeder der drei Kolben mit je 100 ml Fassungsvermögen werden mit exakt 50 ml (Pipette) der Wasserstoffperoxid-Probe befüllt. Um Verdampfungsverluste zu vermeiden, werden die Kolben abgedeckt (z. B. mit einem Kondensationsverschluss), jedoch nicht dicht verschlossen. Einer der Kolben wird zur Bestimmung des ursprünglichen Wasserstoffperoxid-Gehalts verwendet. Dieser wird bei Raumtemperatur gelagert. Die zwei übrigen Kolben werden 16 Stunden lang bei 96 °C in einem Wasserbad gelagert. Anschließend werden alle Kolben auf 20 °C abgekühlt und bis zur 100 ml-Markierung mit destilliertem oder entionisiertem Wasser aufgefüllt. Nun wird der Wasserstoffperoxid-Gehalt dieser erhitzten und der nicht erhitzten Proben bestimmt. Hierzu wird die Titrationsmethode mit Kaliumpermanganat angewendet (siehe oben).

Kalkulation

Die Zersetzungsrate der Wasserstoffperoxid-Probe wird wie folgt berechnet: 

                                    (initial content - final content) x 100
% decomposition = ----------------------------------------
                                    initial content

 

Allgemeine Anmerkungen

Diese Methode beschreibt die Bestimmung des erkennbaren pH-Werts des Wasserstoffperoxids. Die Messung erfolgt direkt in der Probe. Hierzu werden eine Glaselektrode und ein handelsüblicher pH-Messer mit einer Auflösung von 0,01 pH-Einheiten benutzt.

Verfahrensweise


Die pH-Ausstattung muss mithilfe von zwei unterschiedlichen, gut bestimmten Standard-pH-Lösungen für saure pH-Bereiche kalibriert werden. Die Kalibrierung muss vor jeder Messreihe wiederholt werden.

Die Bestimmung des erkennbaren pH-Werts der Wasserstoffperoxid-Probe erfolgt direkt in der Probe. Der vom pH-Messer gelieferte Wert stellt das Endergebnis dar.