hydrogen peroxide for food processing

LEBENSMITTEL-VERARBEITUNG

Bleichmittel und Biozide für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie

Durch ihre bemerkenswerten chemischen Eigenschaften und ihre biologische Abbaubarkeit werden Wasserstoffperoxid und Peressigsäure häufig in der Nahrungsmittelverarbeitung genutzt.


Wasserstoffperoxid ist heute eine wichtige Industriechemikalie, die jedoch ebenfalls häufig in der Natur vorkommt. Einige lebendige Organismen erzeugen Wasserstoffperoxid mithilfe von Enzymen als Nebenprodukt biochemischer Reaktionen. Die Natur liefert nicht nur die Enzyme zur Produktion von Wasserstoffperoxid, sondern ebenfalls diejenigen, um es in die biologisch neutralen Stoffe Wasser und Sauerstoff zu zersetzen. Die Zersetzung durch Katalase, ein in allen Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen vorkommendes Enzym, bietet eine einfache und natürliche Möglichkeit, zur Eliminierung von Wasserstoffperoxid nach der Abarbeitung der jeweiligen Prozessschritte. Die durch Enzyme katalysierte Zersetzung ist die wichtigste Methode zur Entfernung von Wasserstoffperoxid-Rückständen in der Nahrungsmittelverarbeitung (mit Ausnahme aseptischer Verpackung) und der Zubereitung von Nahrungsmittelzusätzen.

Durch seine bemerkenswerten chemischen Eigenschaften und seine biologische Abbaubarkeit wird Wasserstoffperoxid häufig in der Nahrungsmittelverarbeitung genutzt. Es ist das bei weitem am häufigsten genutzte Persauerstoffreagenz für Bleichvorgänge in der Nahrungsmittelindustrie. Zahlreiche unterschiedliche Arten von Verbindungen werden mit Peroxiden gebleicht, wie beispielsweise natürliche Öle, Wachse, Gummis, natürliche Zuckerarten und Stärken. Wasserstoffperoxid wird für die Farbanpassung sowohl von Endprodukten als auch von Anfangsmaterialien benutzt. Solche Nahrungsmittel wie Hering, Instant-Tee, Stärke, Käsemolke, Kutteln oder natürliche Fettsäure-Emulgatoren werden mit Wasserstoffperoxid behandelt, um den Helligkeitsgrad zu erhöhen.

Die antimikrobielle und fungizide Aktivität von Wasserstoffperoxid wird für die Konservierung wässriger Lösungen natürlicher Proteine oder Kohlenhydrate (Stärkekollagen) oder Milch zur Käseproduktion genutzt. Vor der Käseerzeugung oder der weiteren Verarbeitung von Kollagenlösungen wird das Wasserstoffperoxid mithilfe von Katalase entfernt. Die Zubereitung verschiedener Nahrungsmittelzusätze ist ein weitere Anwendungsbereich von Wasserstoffperoxid. Eine der technologisch relevanten Methoden der Zubereitung modifizierter Stärke ist die Behandlung mit Oxidationsmitteln wie Wasserstoffperoxid.

Für Anwendungen in der Nahrungsmittelverarbeitung bietet Evonik das hoch reine Wasserstoffperoxid in Nahrungsmittelqualität PERSYNT® sowie weitere regionale Nahrungsmittelqualitäten an. Die PERSYNT® Nahrungsmittelqualitäten erfüllen die Reinheitsanforderungen sowohl des Europäischen Arzneimittelbuchs als auch des American Food Chemical Codex.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Regionalvertreter über die richtige Qualität für Ihre Anwendung.

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Die PERACLEAN®-Produkte haben sich über Jahre hinweg als hoch effektiv für Anwendungen in der Nahrungsmittelindustrie erwiesen. Mit der PERACLEAN®-Produktreihe bietet Evonik eine breite Palette an Peressigsäure-Konzentrationen an. Ein besonderes Merkmal von Peressigsäure ist ihr breites Spektrum an antimikrobiellen Wirkungen, ihre schnelle Reaktionsfähigkeit sowie ihre exzellente Effektivität bei geringen Temperaturen. PERACLEAN® bildet keinerlei chlorhaltige Verbindungen. Bei der Entsorgung über das Abwasser zersetzt sie sich schnell zu Wasser, Sauerstoff und leicht abbaubarer Essigsäure.

Die Verwendung von Peroxyessigsäure in CIP- oder SIP-Installationen (vorhandene Reinigung oder Sterilisation) ist sehr verbreitet. Die Reinigung/Desinfektion erfolgt automatisch nach einem festgelegten Programm. 

Die Reinigungs- und Desinfektionsmittel werden mehrfach verwendet und zwischenzeitlich gesammelt. Die Steuerung der Desinfektionsmitteldosis erfolgt über eine häufige Analyse des Peroxyessigsäure-Gehalts.

Die Konzentration von PERACLEAN® und die für die Desinfektion erforderliche Expositionszeit sind abhängig von der Anwendung, der Häufigkeit der Reinigungs- und Desinfektionsintervalle sowie von der verbleibenden Keimbelastung. Es ist stets empfehlenswert, mikrobiologische Prüfungen durchzuführen, um die Konzentration und die Freisetzungszeit für jede Desinfektionsaufgabe zu optimieren. Behandelte Oberflächen werden vor der erneuten Verwendung stets mit Wasser gespült. 




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