AO_Umwelt

Umweltanwendungen

Oxidationsmittel und Quelle für freie Radikale 

Die Menschheit beeinflusst nimmt seit Tausenden von Jahren Einfluss auf ihre Umwelt, doch mit der fortschreitenden Industrialisierung des 19. Jahrhunderts begann ebenfalls ein neues Zeitalter für die Natur.

Nachdem die negativen Auswirkungen durch menschliches Handeln zunehmend drastischer wurden, zeigte sich, dass sich die Schädigung der Umwelt früher oder später in signifikanter Weise auch auf die Menschheit selbst auswirken würde. In der Folge begann ein langsamer Prozess des Umdenkens in Bezug auf den Umgang mit der Umwelt. Nachhaltigkeit wurde zunehmend wichtiger, insbesondere in Europa wurden zahlreiche Gesetze eingeführt, um die negativen Umweltauswirkungen unseres Handelns zu minimieren. 

Es existieren zahlreiche Grenzwerte, beispielsweise für Abgase und Abwasser, die eingehalten werden müssen.

In diesem Zusammenhang haben sich Wasserstoffperoxid und Peressigsäure als zwei der vielseitigsten zuverlässigsten und umweltverträglichsten Oxidationsmittel erwiesen. Die vergleichsweise Sicherheit und Anwendungsfreundlichkeit als Oxidationsmittel erschließt zahlreiche Anwendungsbereiche mit direkten Auswirkungen und positiven Effekten auf die Umwelt, wie beispielsweise: 

  • Abwasseraufbereitung

  • Bodensanierung und Grundwasseraufbereitung

  • Aufbereitung von Recycling-Wasser

  • Keimreduktion (z. B. Legionellen) in Kühlwasser

  • Kontrolle der Luftverschmutzung 

Vorteilhafte Auswirkungen auf die Umwelt durch den Einsatz von Wasserstoffperoxid und Peressigsäure 

Die einzigartigen chemischen Eigenschaften von Wasserstoffperoxid sowie seine Umweltfreundlichkeit prädestinieren diese Chemikalie für eine umfangreiche Nutzung in einer Vielzahl von Umweltanwendungen. Zahlreiche Beispiele belegen, dass Wasserstoffperoxid hilft, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden oder zu reduzieren.  
  
Wasserstoffperoxid wird darüber hinaus häufig als echte "grüne Chemikalie" bezeichnet. Im Gegensatz zu vielen anderen Redoxmitteln erzeugt Wasserstoffperoxid innerhalb des Reaktionssystems keine weiteren Stoffe als Wasser, und ein Überschuss kann problemlos zu Wasser und Sauerstoff zersetzt werden, ohne sich nachteilig auf die nachfolgenden Reaktionsschritte auszuwirken. 

Bei Peressigsäure ist das Zersetzungs- oder Folgeprodukt Essigsäure, die in Wasser problemlos biologisch abbaubar und nicht biokumulativ ist.

Trotz ihrer hohen Reaktionsfähigkeit sind Wasserstoffperoxid und Peressigsäure von Evonik stabile Stoffe, die bei optimalen Bedingungen jahrelang gelagert werden können. Die wichtigsten Faktoren für eine erhöhte Zersetzungsrate sind hohe pH-Werte, hohe Temperaturen, UV-Strahlung, vorhandene Übergangs-Metallsalze und jegliche Formen von Verunreinigung. Die Zersetzung von Wasserstoffperoxid und Peressigsäure ist ein relativ komplexer Vorgang, bei dem zahlreiche freie Radikale gebildet werden. In manchen Anwendungen (Bodenaufbereitung) wird die induzierte Instabilität absichtlich herbeigeführt und genutzt.

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